21.05.07 20:05 Alter: 3 Jahre

Akeem Meister der Herzen

 

Wie man die Mehrheit der Spiele gewinnt und nachher trotzdem verliert, zeigte Akeem beim Finale der Dynablasterliga.

Am 13. Mai fand der letzte Spieltag der diesjährigen Dynablaster-Liga statt, an dem sich alles entscheiden sollte. Um es vorwegzunehmen: Das Datum bescherte Akeem kein Glück. Wer den bisherigen Verlauf der Liga und die Berichterstattung verfolgt hat, weiß, dass der amtierende Vizemeister seit 19 Spieltagen unangefochten führte. Lediglich am achten Spieltag hatte Mick einmal kurz gleichziehen können, doch danach baute Akeem seinen Vorsprung kontinuierlich aus und hatte sogar bereits drei Spieltage vor Schluss die Chance, den Sack vorzeitig zu zu machen.

Alles schien klar und viele wähnten den Drops bereits gelutscht, aber in den letzten beiden Begegnungen ließ Akeem den Altmeister wieder Boden gut machen, so dass sich alles in diesem finalen Match entscheiden musste. Das Spiel selbst verlief relativ unspektakulär. Mick trat sehr konzentriert auf und ließ sich durch einen anfänglichen 2-Punkte-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Trotz langer Remis-Phasen konnte er langsam Punkt um Punkt für sich verbuchen, gewann schließ deutlich in zwei Sätzen. Statt tosendem Beifall herrschte allerdings betretene Stille, denn von Mick selbst einmal abgesehen gab es wohl niemanden in der durchschnittlich gut besuchten Wiker Bombenlegarena, der nicht Akeem die Meisterschaft gewünscht hätte.

Bis dahin hatte der Gastgeber das Turnier nämlich in einem Stil gespielt, der einfach die Herzen erobert: Von den insgesamt 20 Spieltagen gewann er satte zwei mehr als Mick. Letzterer hat mit dem Gewinnen der drei teuren letzten Spieltage lediglich besser gehaushaltet und so den Rückstand noch aufholen können. Insgesamt könnte man sagen, dass Akeems Meisterschaft tatsächlich in erster Linie am mangelnden Haushalten gescheitert ist. So hat Mick sich durch Bonusrunden für gutes Haushalten drei zusätzliche Matchpunkte gesichert, während sein Kontrahent auf diese Weise nur einen Zähler verbuchen konnte - die Differenz entspricht bezeichnenderweise dem finalen Punkteabstand beider Spieler.

Auch in der zweiten Wertungskategorie, den B-Noten, zeigte sich Akeem als Pechvogel. Durch die vielen gewonnen Spiele hatte er hier einen komfortablen Vorsprung aufgebaut. Im 17. Spieltag finanzierte er daraus bekanntlich einen weiteren Matchpunkt. Ein unter Experten umstrittener Tausch, denn dadurch konnte Mick am letzten Tag auch in dieser Wertung am Kieler vorbeiziehen, ohne dass der ertauschte Matchpunkt das Ergebnis verändert hat.

Für die Fans sind diese Gedankenspiele aber alles reine Theorie. Sie haben sich gefreut über den kompromisslosen Angriffsstil ohne Rücksicht auf das Haushaltskonto und sagen Danke für diese Liga voller spannender Höhepunkte.


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